Wilkommen beim LandFrauenVerband Mannheim

Frauenpower pur! Tradition mit frischem Wind: Aktiv, Innovativ und Zukunftsweisend

Maimarkt 2009

 

Patrick Lindner sorgte für Stimmung beim „Tag der Landfrau“ auf dem Maimarkt.
 
Schlagersänger Patrick Lindner ist um eine schöne Erfahrung reicher, er weiß jetzt, wie begeisterungsfähig die Landfrauen sind. Denn kaum hatte der beliebte Barde seinen Auftritt im Festzelt auf dem Maimarkt beendet, wurde er derart geherzt und gebusselt, dass er wohl noch Wochen davon zehren wird.
 
Lindner war gestern Stargast beim stimmungsvollen „Tag der Landfrau“ den der Landfrauenverband Rhein-Neckar alle zwei Jahre durchführt. In diesem Jahr feierte der Kreislandfrauenverband sein 60-jähriges Bestehen und dieses Jubiläum wollte man keinesfalls im stillen Kämmerlein begehen. Denn im Verband sind 2000 Mitglieder in 24 Ortsvereinen organisiert. Zum Gratulieren war auch Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz gekommen – zur Vorbereitung hatte sich das Stadtoberhaupt im Internet über die Aktivitäten der Landfrauen schlau gemacht. „Ich war überrascht von der Breite des Angebots“, lächelte Kurz ins weite Rund des Festzeltes, das mit weit über 2000 Besuchern voll besetzt war.
 
„Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft“, lobte er das Engagement der Landfrauen. Kurz: „Die Landwirtschaft ist präsent in unserer Stadt“. Zuvor hatte Carmen Knauer, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Mannheim, mit einem Vorurteil aufgeräumt. Man müsse keine Bäuerin sein, um Mitglied im Landfrauenverband werden zu können. „Wir sind offen für Frauen aller Berufsgruppen und jeden Alters“, betonte Frau Knauer. Der Verband sei für die Zukunft gut aufgestellt. Aber man bewahre auch die alten Werte. „Tradition ist für uns die Weitergabe des Feuers, nicht der Asche“, machte Frau Knauer deutlich, dass die Vereinigung der Landfrauen ein moderner, zukunftsorientierter Verband ist.
 
Ziel der Landfrauenarbeit sei, Frauen bei ihren familiären und beruflichen Aufgaben zu unterstützen und durch ein breitgefächertes Bildungs- und Weiterbildungsangebot dazu beizutragen, die Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern, sagte Frau Knauer.
 
Dann waren der Worte genug gewechselt, und Patrick Lindner übernahm die Regie im Festzelt. Am Ende seines bejubelten Auftritts wurde dem Sänger noch eine besondere Ehre zuteil: Er ist jetzt – neben Oberbürgermeister Kurz – förderndes Mitglied bei den Landfrauen.
 
Marmeladenspende 2009
Erlös speist Mittagstisch
 
Die Bereiche, für die sich der Landfrauenverband Rhein-Neckar-Kreis engagiert, sind vielfältig und erstrecken sich von der ganz konkreten Lebenshilfe, Sozialberatung und Weiterbildung über gesellschaftliche Fragen, internationale Kontakte und Kooperationen bis zu politischen und globalen Herausforderungen unserer Zeit.
 
Seit nunmehr 23 Jahren unterstützt der Landfrauenverband auch Projekte in der Region mit Spenden. Rund 2800 Gläser selbst gemachte Marmelade hatten die Landfrauen auf dem letzten Mannheimer Weihnachtsmarkt verkauft, der Erlös aus der Aktion, eine stattliche Summe von 6000 Euro, wurde jetzt als Spende an eine soziale  Einrichtung übergeben.
 
Carmen Knauer, die Vorsitzende des Verbandes, und Kreisgeschäftsführerin Ilse Lau überreichten in Plankstadt einen Scheck an das Mannheimer Projekt „Aufwind“. Die Kooperation des Fördervereins Söhne Mannheims und des Johann-Peter-Hebel-Heims Mannheim-Gartenstadt richtet sich auf die Unterstützung und Förderung von Alleinerziehenden und deren Kindern sowie Familien mit Kindern in Notlagen oder schwierigen Lebenssituationen. „Aufwind“ dient dabei vor allem sozial benachteiligten jungen Menschen.
Wiedereingliederungsmaßnahmen ins Arbeitsleben, Praktika im pädagogischen und hauswirtschaftlichen Bereich, Beratung und Betreuung sind die unterstützenden Angebote, berichtete Projektleiter Stefan Semel über die Einrichtung, die auf Hilfe dankbar ist. Rund 150 000 Euro braucht das Projekt im Jahr, die vom Landfrauenverband gespendeten 6000 Euro werden für den Mittagstisch für sozial benachteiligte Kinder Verwendung finden.
 
Maimarkt 2008
Der TV-Star und die Mistgabel
 
Als Schwarzwälder Bäuerin Johanna steht sie in der Seifenoper „Die Fallers“ ihre Frau, im Maimarkt-Festzelt erzählte sie aus den „Memoiren einer Mistgabel“: Keine Frage, als Stargast beim Tag der Landfrauen konnten die Organisatoren kaum eine passendere Besetzung finden als die Schauspielerin Ursula Cantieni und augenzwinkernd plauderte sie aus ihrem Leben als Darstellerin und Ehefrau. Akustische Kostproben machten Appetit auf ihre sehr persönliche „Kochgeschichten“ mit Familienrezepten von der Urgroßoma bis heute.
 
Probleme einer Landwirtin, den Aufgaben als Managerin eines Agrarunternehmens, Ehefrau und Mutter gerecht zu werden, sowie der Spagat zwischen Stadt und Land standen im Mittelpunkt der Festrede von Ursula Cantieni. Nicht nur die gute Seele der Fallers werde in diesem Jahr 60, sondern auch sie selbst. Ihre Devise für diese Lebensetappe: „Ballast abwerfen, wichtige Dinge regeln, so lange man es noch aktiv angehen kann.“ Mit leichtem Gepäck, versicherte die Graubündnerin, wolle sie zu neuen Ufern aufbrechen.
 
„Die soziale, rechtliche und wirtschaftliche Situation der Landfrauen zu verbessern, das ist unser Ziel“, betonte Mannheims Landfrauen-Chefin Carmen Knauer, die auch ihre Kollegin und baden-württembergische  Landesvorsitzende Hannelore Würz begrüßte. Bürgermeister Christian Specht lobte den enormen ehrenamtlichen Einsatz der Agrar-Ladies, der ohnehin in ländlichen Regionen stärker ausgeprägt sei: „Davon können wir in der Stadt noch was lernen.“  
 
Besonders im Hinblick auf die Probleme von sozial schwachen Familien, die oft „nicht wissen, was gesunde Ernährung überhaupt ist“. Vom Badener Lied bis zu „Die Gedanken sind frei“ umrahmte Heiderose Karl als „Christel von der Post“ den vergnüglichen Vormittag.
 
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